Casio fx-82 Batteriewunder C8501 K.M.E.

Casio-fx-82 vorn

Casio-fx-82 vorn

Ich habe noch aus Schulzeiten einen Taschenrechner Casio fx-82. Diese wurden damals über die (Baden-Württembergischen) Gymnasien für alle Schüler bezogen, ich glaube ich habe meinen 1985 bekommen (+/- 1 Jahr) und benutze ihn etwa ein Mal im Monat. Nachfolgemodelle gibt es übrigens bis heute.

Was soll daran nun interessant sein? Nun: Er funktioniert heute noch mit den originalen Batterien! Normalerweise müßten Batterien nach 27 Jahren schon einmal allein durch ihre Selbstentladung leer sein. Zweitens wäre mit einem Auslaufen zu rechnen. Drittens habe ich immer angenommen, dass von einem Hersteller für ein Gerät mitgelieferte Batterien eher billige beziehungsweise schlechte sind.

Casio fx-82 Batterien

Casio fx-82 Batterien

Im Fall der vorliegenden Zellen (Aufdruck C8501 K.M.E.) ist sogar ein Herstellungsdatum aufgedruckt: März 1984 (84-03 auf weißem Grund ist vielleicht auf dem Foto erkennbar). Ich gehe einmal davon aus, dass es sich um Zink-Kohle-Batterien handelt, die bauartbedingt eine sehr geringe Selbstentladung haben. Interessant finde ich auch, dass bei meiner Messung (siehe Fotos) beide Zellen bis auf die dritte Dezimalstelle (Milli-Volt) den gleichen Wert anzeigen; die beiden haben sich über die Jahrzehnte bestens aneinander angeglichen; ich habe das alte Paar nach der Messung schnell wieder in den Rechner eingelegt, hoffentlich nehmen sie mir’s nicht übel.

C8501b

C8501bC8501a

Ebenfalls interessant fand ich die Watt-Angabe im eingeprägten Typenschild auf der Rückseite. Dort wird der Stromverbrauch mit 0,0007W angegeben. Nach Angaben meines Kollegen F.P. war Mitte der 80er Jahre die gegenüber Vorläufertechnologien sparsamere CMOS-Technik neu und anscheinend war man bei Casio so stolz darauf, dass man diesen geringen Stromverbrauch so viel Raum auf dem Typenschild gewährt hat.

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4 Antworten zu Casio fx-82 Batteriewunder C8501 K.M.E.

  1. GanjaTron schreibt:

    Hallo, hab hier 3 stück C8501, die bei einem Casion cassetteninterace dabei waren — allesamt noch in ordnung. Diese examplare sind lt. aufdruck sogar vom dezember ’82.

    Auffällig ist, dass die dinger deutlich leichter als alkalibatterien sind. Was steckt da drin? Plutonium?!? :^D

    Viele grüsse,

    –GT

  2. Martin schreibt:

    Ich kann dieses Wunder nur bestätigen. Auch ich habe meinen Rechner seit +/-1985 mit den originalen Batterien. Mir ging schon oft durch den Kopf, dass das eine super Leistung ist, und wollte deshalb heute einfach mal nachgoogeln, von wann dieser Rechner eigentlich stammt und was ich dazu so im Netz finden kann. Aufgrund dieses Artikels habe ich meine Batterien mal nachgemessen, und leider ist bei mir irgendetwas nicht so symmetrisch. Die beiden Batterien weisen deutliche Unterschiede in ihren Spannungen auf. Ich habe jetzt mal die Plätze der beiden Batterien im Fach getauscht und auf einmal läuft er wieder viel stabiler. War eine gute Anregung. Das etwas wackelige Verhalten der letzten Zeit (wenn man nicht vorsichtig die Zahlen eintippt macht der Rechner ein Reset) hatte ich bisher auf die alten Batterien geschoben. Mal sehen wie lange es jetzt wieder geht. Ich werde es jedenfalls weiter ehrfürchtig im Auge behalten. Einen Ehrenplatz hat der Rechner jedenfalls schon heute auf meinem Schreibtisch 🙂

  3. Stefan schreibt:

    Bin auch durch gezieltes Googeln hierher geraten. Mein fx-100 ist von ~1980 hat auch noch die ersten Batterien. Diese sind in den Details aber japanisch beschriftet. Inzwischen ist 2015 -> 35 Jahre. Der Rechner ist seit 1980 unregelmässig in Gebrauch. Zum Abitur habe ich vorsichtshalber neue Batterien eingelegt, weil 7 Jahre alte sicher bald aufgeben. Nach der Prüfung kamen die Originale wieder rein. Heute weiß ich diese Sorge war unbegründet.

  4. Guido K. schreibt:

    Ich habe 2 Casio fx-100 mit diesen Batterien. Sie haben jetzt 1,527 bzw. 1,515V, das entspricht dem Wert einer neuen, vollen Batterie. Geschenkt bekommen habe ich ihn 1982 für die Schule, 10. Klasse. Empfohlen waren damals die TI-30 bzw. TI-45 v. Texas Instruments, über diese üblen Dinger haben wir uns damals enfach nur kaputtgelacht und waren froh, dass wir (ein Freund von mir und ich) die einzigen der Klasse waren, die dieser Empfehlung nicht gefolgt sind. LED-Anzeige, Akkus mit Ladegerät, extrem prellende Tasten und der beliebte 0 – Inv-tan-Bug: Nach Eingabe dieser drei Tasten war der Rechner erstaml f. ca. 15 min. außer Betrieb und nicht benutzbar. Es sei denn, man hat ihm die Stromversorgung weggenommen, was bei fest eingebauten Akkus zwar möglich war, aber nicht ganz einfach. Und eben ganz im Ggs. der fx-100: Bis heute, 34 Jahre später!!!!, absolut volle Batterien, kein Tastenprellen, solide, bis heute zeitgemäße, Funktionen. Nur der Ein-Aus-Schiebeschalter hat manchmal einen kleinen Wackelkontakt, nach mehrmaligem Hin-u. Herschieben ist aber wieder alles prima. Den zweiten fx-100 habe ich als Reservegerät f. wichtige Klausuren 1985 bekommen, auch er ist bis heute mit den Original-Batterien im Einsatz. Unglaublich, wäre wirklich einmal interessant herauszufinden, was das für Batterien sind.

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